Vorwort des 1989 noch gedruckten HEIMAT-Registers

"Nach jahrelanger Vorarbeit ist es endlich so weit: der Verein für Heimatkunde in Krefeld gibt das Register für alle bisher erschienenen Bände seiner Zeitschrift „die Heimat - Krefelder Jahrbuch" heraus. Als Vorläufer sind mehrere Teilregister - das letzte 1981 - anzusehen, für die Franz Heckmanns verantwortlich zeichnete. Inzwischen ist für sämtliche Jahrgänge der „Heimat" eine völlige Neudurchsicht erfolgt, auf der das hier vorgelegte Register basiert. Die ungeheure Arbeit dieser Neudurchsicht ist von Ernst Köppen geleistet worden, dem nicht genug für sein Engagement gedankt werden kann. Kaum jemand kann ermessen, was es heißt, sich über Jahre hinweg einer solchen Aufgabe mit Ausdauer, Gewissenhaftigkeit, Sorgfalt und Sachverstand zu widmen. Rat und Hilfe bei einzelnen Stadien des Erstellungsprozesses wurden dankenswerter Weise von Oskar Burghardt und Guido Rotthoff gegeben. Dank gebührt auch Edith Heinzelmann, die mit Ernst Köppen an der Schlußredaktion beteiligt war. Schließlich hat der Unterzeichnete sich immer wieder in die Arbeit an dem Verzeichnis eingeschaltet und kräftig mit Hand angelegt, als es darum ging, das Werk für den
Druck fertig zu machen.

Helga Lorenzen ist es zu verdanken, daß für eine so nüchterne Sache eine graphisch ansprechende Form gefunden wurde. Die auf dem Umschlag zusammengestellten Bilder von Persönlichkeiten aus der Krefelder Geschichte stammen aus der Sammlung Koppen. Sie sind ein deutlicher Fingerzeig auf das, was in den vielen zwischen 1921 und 1988 erschienenen Beiträgen immer wieder aufscheint: das Handeln dieser und vieler anderer Menschen, die das Leben in unserem Heimatraum geprägt und bestimmt haben.

Das Register erhebt nicht den Anspruch, inhaltlich oder formal perfekt zu sein. Bei einer solchen Fülle von Angaben schleichen sich unvermeidlich Fehler ein. Vieles hätte bei noch längerer Arbeit an dem Verzeichnis weiter verbessert, stärker zusammengefaßt, konsequenter durchgestaltet werden können. Man wird auf Ungereimtheiten stoßen, Stichwörter vermissen, andere überflüssig oder abwegig finden, manches vergeblich suchen, dann wieder fündig werden an Stellen, an denen man es vielleicht nicht erwartet. Die Verantwortlichen sind sich all dessen bewußt. Trotzdem legen sie das Verzeichnis hiermit vor, weil sie überzeugt sind, daß dem Benutzer eine derart wichtige Hilfe nicht länger vorenthalten werden sollte.

Dieses Register soll vor allem brauchbar sein. Es soll die ungeheuren Schätze heben helfen, die in 59 Jahrgängen der „Heimat" verborgen liegen. Es soll einer breiten Öffentlichkeit Zugang zu heimatkundlichen Informationen und Forschungsergebnissen eröffnen. Der Verein für Heimatkunde hofft, daß das Register seinen Zweck erfüllt und als hilfreich erfahren wird. Wer in Ruhe darin blättert, wird erstaunt sein angesichts der gewaltigen Fülle des Materials, das hier erstmalig in zusammenhängender Form erschlossen wird. Mit Stolz schaut der Verein auf die hier dokumentierten langen Jahre erfolgreicher Heimatforschung und -pflege zurück; er weiß sich verpflichtet, mit der Arbeit in bewährter Weise fortzufahren. Das Krefelder Jahrbuch „die Heimat" soll auch in Zukunft allen offen stehen, die Geschichte, Volkskunde, Kultur, Wirtschaft und Natur des Raumes Krefeld-Niederrhein mit qualifizierten Beiträgen erhellen können." - Reinhard Feinendegen (bis 2008 (33 Jahre)) Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde in Krefeld

Gesamtherstellung der Printausgabe von 1989: Joh. van Acken, Druckerei u. Verlag, Luth.-Kirch-Str. 63-65, 4150 Krefeld 1 (aktuell: www.van-acken.de)
Umschlag und Layout: Helga Lorenzen

Hinweise zum Gebrauch der Printversion, ebenso hilfreich für diese Online-Variante

Band und Seite werden immer durch Schrägstrich getrennt; vor der nächsten Bandangabe steht ein Strichpunkt. Beispiel: 3/7, 124, 210; 12/75, 142; 33/23 bedeutet: im Band 3 findet sich etwas auf den Seiten 7, 124 und 210, im Band 12 auf den Seiten 75 und 142, im Band 33 auf der Seite 23. Dass die Bände (Jahrgänge) früher oft in mehreren Teilheften ausgeliefert wurden, ist in diesem Register völlig außer Acht gelassen worden.

Grundsätzlich gilt immer die alphabetische Anordnung, wie sie in  Telefonbüchern üblich war, d.h. ä, ö und ü werden als ae, oe und ue, ß als ss einsortiert.

Dort, wo es Zweifel wegen der Schreibweise geben könnte - zum Beispiel bei Mundart -, wird in der Regel der Schreibweise gefolgt, die der Autor verwendet hat.

Das Autorenverzeichnis enthält alle Beiträge, die von heimatkundlicher Bedeutung sind, nicht aber allgemeine Sinnsprüche oder Gedichte großer Geister ohne Bezug zu Krefeld und zum Niederrhein. Buchbesprechungen werden nur in Ausnahmefällen aufgenommen (Zusatz: Bu). Bei mehreren Arbeiten eines Autors wurden diese stets in der Reihenfolge des Erscheinens verzeichnet. Wenn ein Artikel von mehreren Autoren verantwortet wird, findet sich unter jedem Namen ein Hinweis.

Beim Stichwortverzeichnis wurde besonders auf Benutzerfreundlichkeit Wert gelegt. Es enthält sehr viele Verweisungen und bringt im Zweifelsfall für einen Sachverhalt immer mehrere Stichwörter.

Die Formulierung der Stichwörter lehnt sich an den Gebrauch an, wie er in dem betreffenden Aufsatz anzutreffen war. Es empfiehlt sich bei vielen Sachbegriffen, nicht nur an einer Stelle nachzusehen: z.B. das Grundwort sowohl in der Pluralform z.B."Türme" aufzusuchen wie in der Singularform "Turm", in der adjektivischen Form "bäuerlich", wie in der substantivischen "Bauer", ferner bei inhaltsgleichen oder -ähnlichen Begriffen nachzuschlagen: zu Bauer etwa: Agrarwirtschaft, Landwirtschaft.

Eine einheitliche Handhabung bei der Frage der "Sammelbegriffe" war nicht möglich. Sucht man zum Beispiel eine Mühle, so ist es ratsam, sowohl unter M (Mühle) wie unter dem Eigennamen der Mühle (etwa E - Elfrather Mühle) und dem Ortsnamen (etwa S - Sankt Tönis, Mühle) nachzusehen. Ähnliches gilt für Kirchen (Ort, Name-gegebenenfalls mit und ohne "Sankt"), Burgen, Häuser und dergleichen.

Der Oberbegriff Krefeld nimmt einen recht großen Raum ein; ihm sind aber sehr viele Stichwörter nicht zugeordnet worden, weil sie vom Benutzer ohne weiteres örtlich richtig verstanden werden; so erscheint zum Beispiel die Alte Kirche unter dem Buchstaben A, nicht unter dem Buchstaben K (Krefeld). In Zweifelsfällen wird man meistens Verweise vorfinden; ansonsten bietet es sich an, jeweils bei allen denkbaren Stellen nachzuschlagen (z.B. das Uerdinger "Klöske" unter: Gasthaus, Hospital, Klöske, Michael und Uerdingen). Gegebenenfalls wird man an der ersten Stelle, an der man sich informiert, auf weitere zu beachtende Stichwörter stoßen.

Angehörige fürstlicher Häuser sind teilweise unter dem Namen ihres Hauses (z.B. Moers, Preußen), teilweise unter ihrem eigenen Namen (Adolf, Friedrich usw.) verzeichnet. Ähnliches gilt für Amtsbezeichnungen und die damit versehenen Personen (z.B. Oberbürgermeister).

Wenn zu einem Stichwort sowohl Unterbegriffe als auch - unabhängig davon - Jahreszahlen vermerkt sind, so sind die Jahreszahlen in der Regel am Ende aufgeführt.

Zu beachten ist, dass - vor allem bei Eigennamen - häufig zwischen verschiedenen Buchstabenverbindungen gewechselt wird: f und v, c, ck und k, t und th, z und tz, i und y, ei, ey, ai und ay, a und o, Doppelkonsonant (mm) und einfachem Konsonant (m), Doppelvokal (ee) und einfachem Vokal (e), Vokal mit Umlaut (ö) und ohne (o). Bei abgekürzten Wörtern (z.B. St.) ist die ausgeschriebene Form maßgebend (Sankt).

Abbildungen sind an vielen Stellen, aber keineswegs an allen, eigens vermerkt (A). In der Regel gilt, dass an den Stellen, auf die die Textstichwörter hinweisen, auch Abbildungen zu finden sind.

(korr. Version 2016)